Kinder von Golzow

(c) 2008/ S. Uebelhack

- Eine Dokumentation über die Lebenswege von Schülern eines brandenburgischen Dorfes von 1961 bis in das neue Jahrtausend -



Dieses Dokumentarfilmwerk über das Leben und die Entwicklung von Kindern begann 1961 mit der Einschulung in die neue, zehnklassige Zentralschule in Golzow (Oderbruch). Wenige Tage zuvor wurde in Berlin die Mauer errichtet.
Die Kamera verfolgt Schulzeit, die berufliche und familiäre Entwicklung der Protagonisten. So erhält der Zuschauer unverfälschte Einblicke in den Alltag in der DDR, erlebt die Wende mit den Golzowern, ihre Sehnsüchte, Ängste und wie sie in der neuen Gesellschaftsordnung nach neuen Wegen suchen. 46 Jahre Leben von 18 Golzowern wurden auf ca. 400 Kilometern 35mm-Filmstreifen festgehalten, das Drehbuch vom Leben geschrieben.

Die Regisseure schreiben auf ihrer Webseite:
"Bedenken wir, daß es ein Projekt wie das unsere wohl nie wieder geben wird. Schon deshalb, weil es die Gesellschaft, von der es handelt, nicht mehr gibt.
Nimmt man die Geschichten der "Kinder von Golzow" in der Summe, so sind sie wohl jeder der gängigen Soaps überlegen. Und nicht nur, weil sie einfach ein authentisches Zeitdokument sind. Die Golzower Geschichten sind allemal lebensvoller und reicher als diese, und sie gehen Millionen etwas an. Und wer sich darin wiedererkennt, der setzt sich ihnen auch aus und hat sein Vergnügen, das Vergnügen von Erkenntnis, das der üblichen Unterhaltung überlegen ist, wenn ihm durch die Medien dazu Gelegenheit gegeben wird. Das belegen alle Begegnungen mit unserem Publikum."

Regisseur ist Winfried Junge, der 1961 mit dieser Dokumentation sein Debüt gab. Ihm zur Seite steht seit 1992 zur Co-Regie seine Frau Barbara Junge (beide Mitglied der Akademie der Künste Berlin-Brandenburg). Die Idee zu dieser Dokumentation kam ursprünglich vom Regisseur Karl Gass.
Winfried und Barbara Junge haben aus diesem Filmprojekt eines der wichtigsten der Filmgeschichte gemacht und wurden im Novemer 2007 von der DEFA-Stiftung mit dem Filmpreis für "Verdienste um den deutschen Film" geehrt.

(c) NEB Betriebsgesellschaft (www.neb.de) und OderlandTouristik (www.oderland-touristik.de, Tel. 033476-603270)

Das Buch "Lebensläufe - Die Kinder von Golzow" ergänzt die von den Filmen erlaubte Bildlektüre eines ganzen Stückes Zeitgeschichte. In verschiedenen Beiträgen, reichlich illustriert, werden die Geschichten der mitwirkenden Kinder und des
Projekts, die Arbeitsweise von Regisseur und Kameramann dokumentiert.

Es gibt alle Filme auf DVD. Die Teile 1 und 2 des 19. Films "Und wenn sie nicht gestorben sind - dann leben sie noch heute..." hatten im Februar 2006 auf der Berlinale Premiere. Der 3. Teil wurde im Herbst 2007 auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche uraufgeführt, der 4.Teil ist im Rahmen der Berlinale 2008 das 1. Mal im Kino zu sehen gewesen.
In keinem der vorangegangenen Filme erschien das Wort "ENDE" im Abspann, in diesem letzten Teil steht es nun.
Regisseure und Produktion sagten nach der Premierenvorstellung ganz klar: noch einen Film fürs Kino wird es nicht geben! Vielleicht ein neues Buch, eine Reportage...


Einweihung der ständigen Ausstellung "Kinder von Golzow" war im Jahr 2000, im Juli 2008 wurde diese nun in neuen Räumen zum Museum erweitert.
Zu sehen sind Fotos, Dokumente, Briefe, filmtechnische Gräte, natürlich die Filme und vieles mehr. Mit Mobiliar und Technik aus dem Johannisthaler Studio der Regisseure entstand ein fast originalgetreuer Schneideraum in Golzow, in dem auch gearbeitet werden kann und soll. Denn in Golzow lagern nun mehrere Hundert Rollen mit unveröffentlichtem Material, das gesichtet und für die Chronik aufgearbeitet werden kann.
Zahlreiche Leihgaben, z.B. aus dem Filmmuseum Potsdam, ergänzen die Ausstellung.

Besuchen Sie uns. Vielleicht führt Sie dann Elke Hinkelmann, Kind von Golzow und Protagonistin im letzten Film, durch die Ausstellung. Oder Sie treffen auf Rita Hoppe, Frau von Eckhard, dem Landmaschinenschlosser.
Sie können DVDs sowie das Buch zur Filmreihe vor Ort erwerben bzw. bestellen.

MOZ-Artikel [Link]
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Öffnungszeiten und Preise

Di - Fr -----> 11-17 Uhr
Sa ----------> 11-18 Uhr (von 01.12.-31.03.: 10-17 Uhr)
Mo, So-----> geschlossen bzw. Führung nach Absprache
Feiertage -> geschlossen

Eintritt ---> Kinder u. Schüler ab 10 J. 1 EUR, Erw. 3 EUR, Gruppen ab 10 Pers. 2 EUR/Pers.

Adresse/Kontakt:
Filmmuseum "Kinder von Golzow"
c/o Gemeindezentrum Golzow
Hauptstraße 16
15328 Golzow

Tel./AB: 033472-51882
E-Mail: info@golzow-oderbruch.de
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Umfassende Informationen zur Filmchronik: www.kinder-von-golzow.de

Alle Golzow-Filme sind im PROGRESS Film-Verleih, die Golzow- Saga auf www.progress-film.de
Teil I
[Link]
Teil II[Link]

Filmverleih: d.bingel@progress-film.de oder a.henkel@progress-film.de

Worldsales und Lizenzen: c.jansen@progress-film.de oder m.mai@progress-film.de

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: b.loeblein@progress-film.de oder n.stelzner@progress-film.de

Video-/DVD-Bestellung für den Privatgebrauch bei uns oder über: www.absolutmedien.de

Buch: Barbara und Winfried Junge "Lebensläufe - Die Kinder von Golzow" (ISBN 3-89472-357-2) www.schueren-verlag.de

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Fotos aus Golzow

auf www.myspace.de
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Förderer und Sponsoren des Filmprojektes ab 1990:
DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), Abteilung Kultur
Bundesfilmarchiv (Filmarchiv) der Bundesrepublik Deutschland
Hamburger Filmbüro e.V.
Kulturelle Filmförderung des Bundes
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg
Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt
Kulturelle Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern
DEFA-Stiftung
Stiftung Kulturfonds e.V.
KulturStiftung der Länder
Filmboard bzw. Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
Der Beauftragte der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien
Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse Märkisch-Oderland
Hauptstadtkulturfonds
Kulturstiftung des Bundes
Zeit-Stiftung, Hamburg

Produktion:
1961 - 1990 VEB DEFA-Studio für Dokumentarfilme
1990 - 1991 Defa-Studio für Dokumentarfilme GmbH
1991 - 1994 JOURNAL-Film Klaus Volkenborn KG in Koproduktion mit der Dok-Film Babelsberg GmbH (1991 - 1993).
ab 1994 àjour Film und Fernsehproduktion GmbH Klaus-Dieter Schmutzer in Gemeinschaft mit der DEFA-Stiftung (seit 1999) und in Koproduktion mit dem ORB / RBB (seit 1995) Redaktion: Birgit Mehler, Cooky Ziesche (bis 2001), NDR (1995 - 1997) Redaktion: Bernd-Michael Fincke, SR und SWR(1998 - 1999) Redaktion: Dr. Peter Brugger, Gustav-Adolf Bähr, Peter Latzel, SFB (2002) Redaktion Rolf Bergmann